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Bahnbrechende Entwicklung in israelischer Forschungsarbeit. In den Bemühungen zur (Weiter-) Entwicklung einer erschwinglichen, wiederaufladbaren Batterie zur Speicherung von Solar- und Windenergie unter Verwendung lokal abbaubarer Ressource, könnte sich Israel in wenigen Jahren im Spitzenfeld der weltweiten Forschungsstätten im Bereich erneuerbarer Energien befinden.


 

Von Eitan M. Mashiah, Gemeinsam Mit Israel

(23/06/2020)

Nach mehreren übereinstimmenden israelischen Medienberichten haben israelische Forscher unter der Leitung von Matthew Suss, Assistenz Professor im Fachbereich Maschinenbau der Technion Universität Haifa in Kooperation mit dem US-Unternehmen Primus Power einen weiteren signifikanten Durchbruch in der (Weiter-)Entwicklung eines Speichermediums für erneuerbare Energie erzielt, Diese Neuentwicklung macht diesen Bereich nicht nur für Hersteller und Konsumenten erschwinglicher und gegenüber den bis jetzt verwendeten Optionen deutlich leitstungseffizienter, es besteht darüber hinaus inbesondere auch aus in Israel verfügbaren Ressourcen.

Das bislang größte Problem für den Wechsel von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien besteht weltweit in den bislang noch mangelhaften Speicherkapazitäten der jeweils gewonnenen Energien. Das führte bislang dazu, dass stets eine Art Hybrid in Kombination mit fossilen Energiestoffen für dessen Speicherung verwendet wurde.

In Israel beispielsweise, will das Energieministerium bis 2030 eine Quote von 30% in erneuerbare Energien erreichen. Die Hauptquellen dieser fokussieren sich vor allem auf Solaranlagen und Windkraft. Dies ist insofern relevant als das lokal bei 365 Sonnentagen im Jahr (im Durchschnitt 6-12 Stunden pro Tag) deutliches Potential für den Ausbau insbesondere der Solaranagen vorhanden wäre.

Der herkömmliche Weg der Speicherung der enreuerbarnen Energien Wasser- Wind und Solarenergie heute, mit Anteilen von über 90 Prozent, ist der aufwendige Betrieb von Wasserturbinen. Dieser Vorgang erfüllt jedoch keineswegs die Eingangs genannten Kritierien zur Schaffung einer Kosteneffizienz.

Das nun erfolgversprechende Kooperartionsprojekt zwischen dem US-Unternehmen Primus Power und der Matthew Suss Forschungsgruppe des Technion welches zur Hälfte von der BIRD-Foundation – einer binationalen israelisch-amerikanischen Industrieforschungsstiftung finanziert wird beschäftigt sich mit der (Weiter-) Entwicklung einer Zink-Brom-Batterie.

Die Batterie besteht im Prinzip aus einer Art Tank, der die beiden Komponenten Brom und Zink kombiniert – zwei Rohstoffe, die im Zuge der Energieerzeugung miteinander reagieren. Beide Grundstoffe sind in Israel in ausreichender Menge und noch dazu kostengünstig und relativ umweltschonend abbaubar. Nach Angaben von Primus Power kann bereits derzeit jede dieser Battiereeinheiten etwa 125 Kilowattstunden Energie speichern. Dies entspricht etwa 4-6% des Jahresverbrauchs eines durchschnittlichen 2. Personenhaushalts (bzw. 3-4% eines 4. Personenhaushalts). Primus Power ist mit Forschern des Technion jetzt in ersten Versuchen ein erster Durchbruch gelungen, diese Speicherkapazität im selben Vorgang auf 250 kWh zu steigern und damit zu verdoppeln. Diese Leistung entspricht im Vergleich zwischen 8-12% des Verbrauchs eines druchschnittlichen 2. Personenhaushalts (bzw. 6.25-8% eines 4. Personenhaushalts).

Mit den neuen verbesserten Einheiten ist es nicht nur möglich saubere und erneuerbare Energie zu speichern, sondern diese im Vergleich zu derzeitigen Marktpreisen mit einer  Kostenersparniss von min. 42% zu ermöglichen. Eine Ersparniss, die direkt an den Enderbraucher weitergegeben werden kann. Ganz zu schweigen von möglichen Innovationen nach dem Ende der Entwicklugnsphase, die für 2022 angekündigt ist.